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02/29/2012

Hybrid Software stellt neuen Integrationsansatz vor

Der neue Ansatz von Hybrid Software zur Integration von Hardware, Software und Workflows wurde nach Angaben des in Pennsylvania ansässigen Unternehmens von der grafischen Industrie begeistert angenommen. Das hat dazu geführt, dass die Expansionspläne im vergangenen Jahr einen großen Schritt vorangekommen sind.

Zu den Meilensteinen gehören die Gründung von Hybrid Software NV, dem neuen europäischen Hauptsitz im belgischen Kortrijk, und der Hybrid Software GmbH im süddeutschen Freiburg. Kurz darauf wurden in Europa und Lateinamerika sowie im Nahen Osten die ersten Produkte verkauft. Hybrid Software feierte sein fünftes Jubiläum mit einem umwerfenden Umsatzanstieg in Nordamerika von über 50 Prozent im Vergleich zu 2010. Im Dezember erzielte es seine bisher höchsten Verkaufszahlen in einem Monat und konnte sich Aufträge im Wert von etwa 500.000 US-Dollar sichern. Die Anzahl der Mitarbeiter in Nordamerika ist auf 17 angestiegen.

"Hybrid Software kann seine Präsenz am globalen Druck- und Verpackungsmarkt nahezu wöchentlich ausbauen", freut sich Gründer und CEO Mike Rottenborn. "Große Teile der Branche haben unser Konzept des Order Lifecycle Management (OLM) großartig aufgenommen. OLM trägt zur Überwindung einer der wesentlichsten Herausforderungen bei – der Effizienzsteigerung bei der Auftragsbearbeitung während des gesamten Produktionszyklus. Das ist derzeit wichtiger denn je angesichts der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, denen sich Druckereien heute gegenüber sehen."

Die ersten sechs Monate waren für die beiden neuen europäischen Unternehmen ein voller Erfolg. Es werden bereits elf Angestellte beschäftigt und der Umsatz hat sämtliche Anfangserwartungen übertroffen. Zehn Aufträge aus Europa sind eingegangen, darunter Großaufträge aus den deutschsprachigen Regionen, die von der Hybrid Software GmbH bearbeitet werden. "Die überaus positiven Reaktionen, die wir bisher hatten, waren sehr ermutigend, besonders, da sie so kurz auf unsere Gründung folgten", so Christopher Graf, Geschäftsführer der Hybrid Software GmbH. "Zur Zeit implementieren wir ein Großprojekt bei einem führenden pharmazeutischen Druckereiunternehmen, das mehrere Produktionsstätten mit den unterschiedlichsten Produktionsverfahren und Produkten betreibt, darunter auch Digitaldruck. Die Vorteile für das Unternehmen, das jetzt über eine einzige, benutzerfreundliche Web-Schnittstelle Zugriff auf alle relevanten Daten hat, sind gewaltig."

Auch das weltweite Vertriebsnetz der Gruppe ist in den letzten sechs Monaten beträchtlich angewachsen. Neue Vertreiber wurden in Australien, Hongkong, Europa, Lateinamerika und Nordamerika ernannt. In der Geschäftsstelle des Unternehmens in Indien sind derzeit vier Mitarbeiter tätig. Geleitet wird die neue europäische Tochterfirma in Belgien von Jan Ruysschaert, der in der Branche aufgrund seiner führenden Positionen bei Artwork Systems und EskoArtwork bestens bekannt ist.

"Schon seit 30 Jahren arbeite ich für führende Anbieter der grafischen Industrie, die Systeme und Software für Druckvorstufenanwendungen liefern, doch noch nie ist mir so ein Integrationsansatz begegnet, wie Hybrid Software ihn mit seinem Konzept Order Lifecycle Management (OLM) vertritt", berichtet Geschäftsführer Jan Ruysschaert. "OLM hat sich über das herkömmliche Denken hinweggesetzt, wie die vorhandene Hardware, Software und die Workflows eines Unternehmens integriert werden können. Indem man Integration als ein Produkt betrachtet, haben Druckereien nun erstmals die Möglichkeit, in diesem Bereich von geringen Gesamtbesitzkosten zu profitieren."

"Druckunternehmen, gleichgültig, ob sie im Etiketten-, Verpackungs-, Sieb- und Schildermarkt oder im Digital- oder konventionellen Offsetdruck tätig sind, landen zwangsläufig bei einem Mix aus verschiedenen Druckvorstufensystemen und Workflows sowie Planungs-, Buchhaltungs- und Verwaltungs-Software und Datenbanken, die zu unterschiedlichen Zeiten von verschiedenen Anbietern gekauft wurden. Als unweigerliche Folge kommunizieren diese Produkte nicht miteinander, was häufig zu erheblichen Ineffizienzen, Fehlern und Ausschusszahlen führt."

"JDF ist mit vielen älteren Systemen nicht kompatibel, und traditionelle Integrationsverfahren sind für viele Druckereien zu teuer und zu langwierig, um in Erwägung gezogen zu werden. Angesichts der heute in der Regel sehr knappen Gewinnspannen kann schon der kleinste Fehler in den Job-Spezifikationen oder Grafiken schnell die Gewinnspanne eines Auftrags zunichtemachen. Die Produkte von Hybrid vermeiden diese Situation, indem sie den vorhandenen Produktionssystemen einer Druckerei einen hohen Grad an Prozessautomatisierung verschaffen. Eine nordamerikanische Faltschachteldruckerei konnte die dateibedingte Nachproduktion unmittelbar nach der Einführung des Job Management System von Hybrid in ihrer Produktionsstätte auf null reduzieren."

Das Hauptprodukt im Portfolio ist Facelift. Es erlaubt die nahtlose Integration zwischen Produktions-Workflows, MIS/ERP-Systemen, Kundenportalen, externen Datenbanken und anderen Quellen mit digital gehaltenen Informationen. Facelift ermöglicht die vollständige Transparenz der einzelnen Schritte, die bei jedem Auftrag von der Bestellung bis zur Auslieferung vonstattengehen. Der Anwender kann eigene Vorlagen erstellen, die unabhängig vom Druckverfahren oder vom hergestellten Produkt jede Phase des Lebenszyklus des Auftrags berücksichtigen.

Facelift bietet eine leistungsstarke Funktionspalette für die JDF-Integration zwischen Produktions-Workflows, die sehr spezifizierte Parameter erfordern, und MIS-Systemen, die in der Regel sehr allgemeine Druckvorstufeninformationen enthalten. Facelift kann als Zwischentool zur nahtlosen Zuordnung von Daten zwischen diesen Systemen fungieren, ohne dass eine kundenspezifische Programmierung erforderlich ist.

"Alle Produkte von Hybrid arbeiten mit Webbrowser-Technologie und bieten anbieterunabhängige Lösungen auf der Basis von Industriestandards wie JDF/JMF und SQL", so Jan Ruysschaert. "Wir übernehmen bei Bedarf den Integrationsprozess für den Kunden, aber in vielen Fällen können sie dies mit den anwenderfreundlichen Tools von Facelift selbst durchführen. Dies ist einer der Hauptgründe, dass die Integrationskosten so niedrig sind. Zudem lässt sich die Integration normalerweise schnell und ohne Kosten und Risiken eines kundenspezifischen Software-Entwicklungsprojekts umsetzen."

Eine der Optionen von Facelift ist Frontdesk, eine Schnittstelle zwischen dem Kunden und der Druckerei. Sie bietet Kunden ein Web-to-Print-Portal mit leistungsstarken Datei- Upload- und Downloadfunktionen sowie umfassender Job-Interaktion, von der Online- Bestellung durch alle Phasen der Auftragsverfolgung, des Proofens und der Freigabe bis hin zur Auslieferung des fertiggestellten Auftrags. Optionale Komponenten von Frontdesk umfassen integriertes Softproofen und Kommentarsysteme von branchenführenden Anbietern, Online-Bearbeitung und variable Daten sowie leistungsfähiges Kampagnenmanagement und Tools für die Profilerstellung von Einzelhandelsgeschäften für Anwendungen mit großen Volumen im Retailhandel.

Im Portfolio von Hybrid enthalten ist außerdem Fileforce, eine Software, die mehrere Produktions- oder Druckstandorte einer Unternehmensumgebung miteinander verbindet, sodass der Anwender von den enormen Effizienzen profitieren kann, die durch den Lastausgleich und den Dateiaustausch zwischen Standorten erreicht werden. Fileforce benötigt keinen zentralen Fileserver und kein DAM-System, sondern arbeitet stattdessen mit lokalen Dateiservern am jeweiligen Standort zusammen. Dateiversionen lassen sich im Zuge von Überarbeitungen während des Lebenszyklus des Auftrags zwischen mehreren Standorten verschieben, kopieren, lesen, verwerfen, archivieren und präzise verfolgen. Dateien werden in jeder Phase ihres Lebenszyklus zwar hocheffizient verwaltet, aber in keiner Weise verändert.

Der Kundenkreis von Hybrid reicht von mittelgroßen Unternehmen bis hin zu großen Druckkonzernen, die mehrere Standorte betreiben. Das Unternehmen kann alle
Standard-Datenbankplattformen integrieren und unterhält bereits enge Geschäftsbeziehungen zu Anbietern von MIS-Systemen wie EFI, Solarsoft, CRC, EPMS und anderen sowie zu Unternehmen für Content Management wie Adam.

Abschließend bemerkt Mike Rottenborn: "Im Laufe der Jahre hat sich Hybrid vom Integrator zum kundenspezifischen Softwareentwickler und schließlich zu einer Firma gewandelt, die produktgesteuerte Unternehmens-Software für die Automatisierung in der Grafikindustrie kreiert. Da wir einige der fähigsten und denkfreudigsten Leute im Bereich Softwareentwicklung gewinnen konnten und deren Fähigkeiten mit einem Führungsteam kombinieren, das auf weitreichende Erfahrungen in der grafischen Industrie zurückgreifen kann, war es uns möglich, äußerst spannende Innovationen zu entwickeln. Der Ansatz, den Hybrid Software für die Integration vorhandener Hardware, Software und Workflows – Online-Bestellungen, Produktion, MIS, Finanzsysteme usw. – verfolgt, ist bislang einzigartig. Anhand der Reaktionen, die wir in den letzten zwölf Monaten hatten, gehen wir davon aus, dass es auf der Drupa hoch hergehen wird!"